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In der LECTURE PERFORMANCE „lustmensch“ versuchen Justyna Niznik und Holger Mertin auf zwei verschiedenen, miteinander verschlungenen Wegen Ekstase zu erreichen. „Ecstase ist die höchste Form der lustvollen Erregung.“ (Alexander Lowen). Ekstase ist ein reinigender Moment, ein kathartischer Moment, kann aber auch eine Flucht aus oder eine Vermeidung der harten Realität sein. Darüber hinaus ist Ekstase eine Provokation und eine Möglichkeit, etwas Unaussprechliches zu sagen.

Das Format „Lecture Performance“ verbindet Konzepte aus den performativen Künsten mit den Wissenschaften und sucht neue Verknüpfungspunkte.
Mertin Niznik widmen sich künstlerisch Fragestellungen, die in der Schnittmenge von Kunst und Wissenschaft liegen. Es ist die Suche nach Ausdrucksmöglichkeiten, die dort ansetzen, wo die sprachlichen Ausdrucksformen „aufhören“. Das Format der Lecture Performance gibt die Möglichkeit Sachverhalte an der Schnittstelle von Verbalem und Non-Verbalem zu verhandeln und zu vermitteln.

Insbesondere geht es um den Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Es geht um eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Prozessen. In der multikulturellen und multilingualen Gesellschaft braucht man universelle Ausdrucksmöglichkeiten zur Verständigung über Identität und kulturelle Wurzeln. Da die beiden Duo-Mitglieder aus unterschiedlichen Nationen (und damit Kulturen) kommen – Justyna aus Polen – Holger aus Deutschland – gehört eine kulturelle Hermeneutik zur Alltagspraxis. Diese findet in den Konzertperformances des Duos auf musikalisch-künstlerischer Ebene statt. In der Lecture Performance kommt noch der Faktor ‚verbale Sprache’ hinzu, der neue Möglichkeiten des Ausdrucks und der Auseinandersetzung mit dem Wort als solches und seiner Bedeutung und Anwendung eröffnet.
Jedes neue Thema aus dem wissenschaftlichen Bereich vergrößert die Vielfalt der performativen Ausdrucksmöglichkeiten. In der Lecture Performance wird die Performativität des Themengebiets dargestellt und in Dialog mit den künstlerischen Formaten gestellt. So entstehen spannende neue Formate, die sowohl für den musikalisch-künstlerischen Ausdruck, als auch für die jeweilige Disziplin bereichernd sind.


In the LECTURE PERFORMANCE „lustmensch“  Justyna Niznik and Holger Mertin seek to reach ecstasy through two individual yet intertwined ways. „Ecstasy is the highest form of pleasurable excitement.“ (Alexander Lowen). Ecstasy is a cleansing, a cathartic Moment, but it also can be an Escape from or an avoidance of harsh reality.  Furthermore ecstasy is a provocation and a possibility to „say“ something unutterable.

The format „Lecture Performance“ combines concepts from the performative arts with the sciences and seeks for new points of connection.
Mertin Niznik are artistically involved with issues that lie in the intersection of art and science. It is the search for expressive possibilities that begin where the linguistic expressions „stop“. The format of the lecture performance gives the opportunity to negotiate and convey facts at the interface of verbal and non-verbal.

In particular, it is about reference to current social issues. It is about a critical examination of social processes. In the multicultural and multilingual society, one needs universal expressive possibilities for understanding identity and cultural roots. Since the two duo members come from different nations (and thus cultures) – Justyna from Poland – Holger from Germany – cultural hermeneutics is part of everyday practice. This takes place in the concert performances of the duo on a musical-artistic level. The lecture performance also includes the factor ‚verbal language‘, which opens up new possibilities of expressing and dealing with the word as such and its meaning and application.
Every new topic from the scientific field increases the variety of performative expression possibilities. In the Lecture Performance, the performativity of the subject area is presented and put into dialogue with the artistic formats. This results in exciting new formats that are enriching both for musical-artistic expression and for the respective discipline.